Kinder und Jugendliche mit Autismus haben i.d. R. immer Anspruch auf einen Pflegegrad und auf Leistungen der Pflegeversicherung.

Pflegegrad bei Autismus

so lautete das Thema zu dem des selbständige Pflegeberater Siegfried Janser. Der Verein autismus-verstehen lud im Rahmen des monatlichen Treffen der SHG (Selbshilfegruppe) zu diesem Vortrag am  Samstag den 21.09.2019ein. Der unabhängige Pflegeberater aus Reutlingen zeigt durch sein Fachwissen aus der Pflegeberatung und den jahrelangen Begleitungen von Familien mit Kindern im Autismus-Spektrum auf, welche Wege notwendig sind um einen Pflegegrad bei Autismus anerkannt zu bekommen. Anhand der speziellen  Bedürfnissen dieser Kindern wies er auf die bereits bestehenden Vorraussetzungen für einen Pflegegrad bei Autismus hin. Die Zusammenführung von Verhaltensauffälligkeiten und Alltagsschiwerigkeiten müssen im richtigen Kontekt verstanden werden. Erst dann versteht man notwendigenden zur Pflegeeinstufungnotwendigen Pflegebedarf, auf dem es bei der Begutachtung durch den MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkasse) oder MedicProof, ankommt.

Oftmals wird die Pflegeversicherung nur mit pflegebedürftigen älteren Menschen in Verbindung gebracht. Der Vortrag brachte ein besseres Verständis des seit 2017 eingeführten “Neue Begutachtungsassesment”.  Die Pflegeversicherung bietet nicht erst seit 2017 einen Pflegegrad bei Autismus an. Durch das neue Einstufungsverfahren ist es jetzt leichter aber einfacher geworden in eine Pflegegrad eingestuft zu werden. Anhand der Einstufungskriterien der sog. Modulen und dem Grad der Selbstständigkeit wird die Pflegebedürftigkeit bemessen. Sehr detailliert erörterte er anhand der Verhaltensauffälligkeiten, der Schwierigkeiten in Umbruchsituationen und der täglichen Herrausfordung der in der Körperpflege un der Begleitung zu Arzt- und Facharztbesuchen sowie der umfangreichen Teilnahme an Therapien den Pflegebedarf.Hierbei zeigte er auf vorauf beim Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung zu achten ist und welche Fehler unbedingt vermieden werden sollten. Das Thema Pflegegrad bei Autismus wäre nicht ausreichend behandelt gewesen hätte der Pflegeberater nicht noch die Leistungen der Pflegeversicherung im einzelenen erklärt. Neben dem Pflegegeld gibt es noch weiter finanzielle Möglichkeiten die pflegenden Angehörigen zu entlasten. Oft ist es einem Elternteil nicht mehr möglich arbeiten zu gehen. Die Pflegekassen bieten unter bestimmten Vorraussetzungen Zuzahlungen zu den Rentenbeiträgen und zur Arbeitslosenversicherung. Die Zeiten in denen man sich in die Armut gepflege hat sind vorbei.  Alles in allem ein gelunger Vortrag von dem die Anwesenden sicherlich auch noch zukünftig profitieren werden.