Pflegeberatungsbesuche § 37.3 SGB XI

Wenn sich Pflegebedürftige durch Angehörige oder Freunde in der eigenen häuslichen Umgebung pflegen lassen, dann können Sie dafür von der Pflegekasse Pflegegeld erhalten (§ 45a SGB XI). Damit in solchen Situationen trotzdem eine Qualitätssicherung stattfindet und der pflegende Angehörige nicht allein gelassen wird, findet in wiederkehrenden Intervallen ein obligatorischer Pflegebesuch durch einen Pflegeberater statt. Diese Besuche nach § 37.3 SGB XI werden mit Pflegeversicherung / Pflegekasse abgerechnet.

Die Beratungsbesuche und -gespräche sollen der pflegenden Person pflegefachliche Unterstützung bieten.

Häufigkeit der Beratungsbesuche nach § 37.3:

  • bei Pflegegrad II und III: mindestens 1 x halbjährlich
  • Pflegegrad IV und V: mindestens 1 x vierteljährlich

Die Kosten für die Beratung wird je nach Versichertem von der Pflegekasse bzw. der Privatversicherung übernommen, bei Beihilfeberechtigten entsprechend von den Beihilfefestsetzungsstellen.

Anspruch auf Pflegeschulungen nach § 45 SGB XI

Übernimmt ein Angehöriger die Pflege und bekommt hierfür Pflegegeld so hat er nach § 45 SGB XI einen Anspruch auf eine Pflegeschulung, dessen Kosten die Pflegekasse zu übernehmen hat. Diese Schulungen sind Bestandteil der Unterstützung der Pflegenden durch die Pflegekassen.

Die Pflegekassen haben sicherzustellen, dass Angehörige von pflegebedürftigen Mitgliedern in ihrer Pflegetätigkeit beraten und geschult werden. Nach der Rahmenvereinbarung die die Pflegekassen nach § 45 SGB XI abgeschlossen haben, haben Angehörige jeweils einen Anspruch auf eine individuelle Schulung in der häuslichen Umgebung.
Die Kosten für einen solche Schulung übernimmt dann ebenfalls die Pflegekasse.