Pflegeberatung durch Pflegeberater in Reutlingen und Tübingen

Versicherte, die Leistungen der Pflegeversicherung erhalten, haben gegenüber der Pflegekasse oder dem privaten Versicherungsunternehmen, das für sie die private Pflege­Pflichtversicherung durchführt, einen gesetzlichen Anspruch auf Pflegeberatung. Gleiches gilt für Versicherte, die zwar noch keine Leistungen der Pflege­versicherung erhalten, aber einen Antrag auf Leistungen gestellt haben und bei denen erkennbar ein Hilfe- und Beratungsbedarf besteht. Auch pflegende Angehörige und weitere Personen, zum Beispiel ehrenamtliche Pflegepersonen, haben einen eigenständigen Anspruch auf Pflegeberatung. Voraussetzung hierfür ist die Zustimmung der beziehungsweise des Pflegebedürftigen.

Was leisten Pflegeberater in der Pflegeberatung?

Als Pflegeberater verfüge ich über umfassendes Wissen insbesondere im Sozial­ und Sozialversicherungsrecht und haben eine besondere Qualifikation für die Pflegeberatung nach § 7a SGB XI erworben. Sobald Sie bei der Pflegekasse einen Antrag auf Leistungen gestellt haben,

  • biete ich Ihnen die einen konkreten Beratungstermin an. Ich berate Sie ausschließlich bei Ihnen zu Hause.
  • Pflegeberatungen finden im Landkreisen Reutlingen undTübingen. Pflegeberatungen können ebenfalls in Metzingen, Nürtingen und Filderstadt stattfinden.

Pflegeberatung kann auch zu einem späteren Zeitpunkt durchgeführt werden. Als Pflegeberater nehme ich mir die Zeit, mir Ihre Sorgen und Fragen der Hilfe­ und Pflegebedürftigen sowie ihrer Angehörigen anzuhören und ermitteln den individuellen Hilfebedarf. Ich berate umfassend über das vorhandene Leistungsangebot und begleite in der jeweiligen Pflegesituation. Falls erforderlich erstelle ich auch  einen individuellen Versorgungsplan mit den für die pflegebedürftige Person erforderlichen Hilfen. Je besser die ambulante Versorgung, desto größer die Chance, dass die vollstationäre Versorgung vermieden werden kann.

Zudem ist es Aufgabe der Pflegekassen, darüber zu informieren, dass ein Anspruch auf die Übermittlung des Gutachtens sowie der gesonderten Rehabilitationsempfehlung besteht, die der Medizinische Dienst der Krankenversicherung oder eine andere Gutachterin beziehungsweise ein anderer Gutachter im Auftrag der Pflegekasse erstellt haben.

Lassen sich pflegende Angehörige beraten, muss ich als Pflegeberater auch über Angebote und Leistungen der Pflegeversicherung informieren, die diese entlasten und unterstützen.

Informationen zum Thema Pflege erteilt die Pflegeberatung in Reutlingen, Tübingen, Metzingen, Nürtingen und Filderstadt.

Welche Qualifikationen haben Pflegeberaterinnen und Pflegeberater?

Die komplexe Tätigkeit der Pflegeberatung setzt entsprechend qualifiziertes Personal mit Berufserfahrung in dem erlernten Beruf voraus. Als Erstausbildungen kommen neben einer Ausbildung als Sozialversicherungsfachangestellte vor allem Ausbildungen nach dem Altenpflegegesetz oder nach dem Gesetz über die Berufe in der Krankenpflege infrage. Eine weitere Möglichkeit ist eine Ausbildung als Sozialarbeiterin oder Sozialarbeiter. Daneben kommen aber auch Personen mit anderen geeigneten Berufen oder Studienabschlüssen in Betracht.

Zusätzlich zu den in ihrer Berufsausbildung oder ihrem Studium erworbenen Grundqualifikationen müssen die Pflegeberaterinnen und Pflegeberater die für die Bera­tungstätigkeit erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse durch Weiterbildungen sowie ein Pflegepraktikum nachweisen.

Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der unabhängigen und neutralen Beratungsstellen gelten die gleichen Anforderungen.

Beratung in der eigenen Häuslichkeit

Pflegebedürftige, die ausschließlich Pflegegeld beziehen, müssen in den Pflegegraden 2 und 3 einmal halbjährlich sowie in den Pflegegraden 4 und 5 einmal vierteljährlich eine Beratung in der eigenen Häuslichkeit in Anspruch nehmen. Dies gilt auch, wenn Leistungsbeträge für ambulante Pflegesachleistungen für die Inanspruchnahme von nach Landesrecht anerkannten Angeboten zur Unterstützung im Alltag verwendet werden (Umwandlungsanspruch). Der Beratungsbesuch in der eigenen Häuslichkeit dient der Sicherung der Qualität der häuslichen Pflege und der regelmäßigen Hilfestellung und praktischen pflegefachlichen Unterstützung der häuslich Pflegenden.

Pflegebedürftige des Pflegerades 1 können halbjährlich einmal einen solchen Beratungsbesuch abrufen. Pflegebedürftige, die ambulante Pflegesachleistungen von einem Pflegedienst beziehen, können ebenfalls halbjährlich einmal einen Beratungsbesuch in Anspruch nehmen.

Die Beratungsbesuche können von folgenden Stellen durchgeführt werden:

  • zugelassenen Pflegediensten,
  • neutralen und unabhängigen Beratungsstellen mit pflegefachlicher Kompetenz, die von den Landesverbänden der Pflegekassen anerkannt sind,
  • Pflegefachkräften, die von der Pflegekasse beauftragt wurden, aber nicht bei dieser beschäftigt sind,
  • Pflegeberaterinnen und Pflegeberatern der Pflegekassen,
  • Beratungspersonen der kommunalen Gebietskörperschaften, die die erforderliche pflegefachliche Kompetenz aufweisen.